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Historisches |
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Oldsum ist das im Nordwesten der Insel Föhr gelegene Langdorf, das unmittelbar an die Föhrer Marschwiesenlandschaft grenzt. Die erst 1970 aus den Dörfern Oldsum, Klintum und Toftum zusammengelegte Gemeinde Oldsum ist heute mit einer Katasterfläche von 1312 ha die flächenmäßig größte Gemeinde auf Föhr und hat 486 Einwohner. |
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Als Siedlungsplatz hat Oldsum eine äusserst günstige Lage : Im Norden reicht die Marsch bis unmittelbar an das Dorf heran und bis zur Eindeichung der Föhrer Marsch am Ende des 15. Jahrhunderts hatte das Dorf sogar eine schiffbare Verbindung zur Nordsee. Und südlich des Dorfes liegen die fruchtbarsten Ackerböden der ganzen Insel.
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Im 17. Jahrhundert wurden von englischen und holländischen Seefahrern große Bestände an Walfischen und Robben im nördlichen Eismeer bei Grönland und Spitzbergen entdeckt. Viele Föhrer heuerten damals auf Walfangflotten an, um ihren Familien ein Überleben zu sichern. Aufgrund ihrer nautischen Kenntnisse waren Seeleute von Föhr bei den Reedereien im In- und Ausland sehr gefragt. Gerade die aus Oldsum stammenden Kapitäne und Kommandeure der Walfangschiffe sind über die nationalen Grenzen hinaus in die Seefahrtsgeschichte eingegangen. |
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1632 wurde in Oldsum Matz Peters, besser bekannt als "Der glückliche Mathias", geboren. Der spätere Seefahrer und Walfänger- Commandeur fing mit seiner Mannschaft vor Grönland 373 Wale - so viel, wie kein anderer vor ihm oder nach ihm. An seinen Erfolg und Wohlstand erinnern zwei Kronleuchter, die er und sein Bruder John Peters dem Kirchspiel St. Laurentii in Süderende geschenkt hatten. Am 16. September 1706 verstarb "Der glückliche Mathias" und seinen "redenden" Grabstein kann man auf dem Friedhof der Kirche St. Laurenti in Süderende besichtigen. |
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Noch heute erinnert die "Fluth Höhe" an die bisher letzte Sturmflut, die Oldsum am 4. Februar 1825 getroffen hat. Die Sturmflut erreichte einen für damalige Zeiten unerwartet hohen Stand und die Inselbewohner wachten erst auf, als das Wasser schon in ihre Stuben drang. |